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EXTREME.TERRITORIES in Frankfurt / Eschborn


The exhibition shows regions whose residents are exposed to exceptional conditions as a result of political and economic developments. The focus lies on the traces and shifts that mark the landscape, bearing witness to uprooting, separation and alienation. They arise as a consequence of political conflicts and upheavals but also through the negative side of rapid economic growth. The works by the six selected artists reflect this in diverse and impressiveways.
The EXTREME.TERRITORIES exhibition is part of the photo triennial RAY 2018 taking place in Frankfurt and in the Rhine/Main region.

 

Guy Tillim: Grande Hotel, Beira, Mozambique, 2008 © Guy Tillim, Courtesy Stevenson, Cape Town and Johannesburg

Guy Tillim: Grande Hotel, Beira, Mozambique, 2008
© Guy Tillim, Courtesy Stevenson, Cape Town and Johannesburg

EXTREME.TERRITORIES

RAY 2018 Triennale

Christoph Bangert, Anne Heinlein & Göran Gnaudschun, Sze Tsung Nicolás LEONG, Gregor Sailer, Guy Tillim

25. Mai bis 28. September 2018

Deutsche Börse Photography Foundation, Eschborn

deutscheboersephotographyfoundation.org

 

PR Info _ Die Ausstellung „EXTREME. TERRITORIES“ zeigt Gebiete, deren Bewohner durch politische und wirtschaftliche Entwicklungen außergewöhnlichen Bedingungen ausgesetzt sind. Im Mittelpunkt stehen dabei die in der Landschaft hinterlassenen Spuren und Verschiebungen, die Zeugnis ablegen von Entwurzelung, Abgrenzung und Entfremdung. Sie entstehen durch politische Konflikte und Umwälzungen ebenso wie durch die Auswüchse von rasantem wirtschaftlichem Wachstum. Die Werke der fünf ausgewählten Künstler zeigen dies auf vielfältige und eindrückliche Weise.

Sze Tsung Nicolás Leong: Suzhou Creek, Putuo District, Shanghai, 2004, aus der Serie "History Images" (2002–2005) © Sze Tsung Nicolás Leong

Sze Tsung Nicolás Leong: Suzhou Creek, Putuo District, Shanghai, 2004, aus der Serie „History Images“ (2002–2005)
© Sze Tsung Nicolás Leong

So zeigt das Projekt „Wüstungen“ von Anne Heinlein (*1977 DE) und Göran Gnaudschun (*1971 DE) Fotografien und Archivmaterial aus den geschleiften Grenzgebieten in der ehemaligen DDR. Die damit verbundene Vertreibung der dort lange ansässigen Bewohner ist auch Thema der Serie „History Images“ von Sze Tsung Nicolás Leong(*1970 MX/GB/US). Diese beschäftigt sich mit dem wirtschaftlichen Aufschwung einhergehenden radikalen architektonischen Veränderungen des urbanen Raums in chinesischen Großstädten.

Christoph Bangert (*1978 DE) setzt sich in „Hello Camel“ mit den extremen Lebensbedingungen im Krieg auseinander. Er zeigt, wie Soldaten, die in Kriegsgebieten im Irak und Afghanistan stationiert sind, dort in den für sie erbauten Sperrzonen um ein Stück Normalität ringen. Wie bizarr solche und andere hermetisch von der Außenwelt abgeriegelte Siedlungen in Erscheinung treten oder gar nur simuliert werden hat Gregor Sailer (*1980 AT) für seine beiden Serien „Potemkin Village“ und „Closed Cities“ in den unterschiedlichsten Regionen in aller Welt aufgespürt.

Guy Tillim (*1962 ZA) schließlich erschafft mit seiner Serie „Avenue Patrice Lumumba“ ein berührend poetisches Porträt der bisweilen morbid erscheinenden postkolonialen Gebäude in afrikanischen Großstädten. Die hier gezeigten Monumente tragen ebenso die Visionen von politischer Befreiung in sich, wie deren Scheitern.

Info + illus. courtesy Deutsche Börse Photography Foundation