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Bergwerke | Bernd & Hilla BECHER in Bottrop


With the closure of the mine Prosper Haniel in Bottrop this year, 250 years of coal mining in Germany come to an end. For this historically significant occasion, the Josef Albers Museum Quadrat present a wide-ranging exhibition of the photographers Bernd and Hilla Becher, dedicated to their images of coal mines in Germany, Europe and the United States.

 

Bernd und Hilla Becher: Fördertürme, D, B, F, 1963–1982 © Estate Bernd & Hilla Becher, vertreten durch Max Becher Courtesy Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur Bernd und Hilla Becher Archiv, Köln, 2018

Bernd und Hilla Becher: Fördertürme, D, B, F, 1963–1982 © Estate Bernd & Hilla Becher, vertreten durch Max Becher, Courtesy Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur Bernd und Hilla Becher Archiv, Köln, 2018

Bernd & Hilla Becher

Bergwerke
 Kunst & Kohle

4. Mai bis 16. September 2018

Josef Albers Museum Quadrat

Bottrop

www.quadrat-bottrop.de

 

 

 

 

 

PR Info _Die Ausstellung ist Teil des Projekts „Kunst & Kohle“ der RuhrKunstMuseen, an dem sich 17 Museen der Region beteiligen.

Mit der Schließung der Bottroper Zeche Prosper Haniel in diesem Jahr kommt die 250-jährige Geschichte des Kohlebergbaus in Deutschland an ihr Ende. Zu diesem historisch bedeutsamen Anlass zeigt das Josef Albers Museum Quadrat eine breit angelegte Ausstellung der Fotografen Bernd und Hilla Becher, die sich ihren Bildern von Zechenanlagen in Deutschland, Europa und den USA widmet.

Bernd und Hilla Becher (1931-2007/1934-2015) begannen bereits Anfang der 60er Jahre, Bergwerks- und Hüttenanlagen, deren Großgeräte und Funktionsbauten, zu fotografieren. Viele dieser Anlagen fielen schon bald dem Abriss anheim. Legendär ist etwa das Engagement der Bechers für die Zeche Zollern in Dortmund. In einer gemeinsamen Kampagne mit Denkmalschützern konnte die Zeche Anfang der 70er Jahre vor dem Untergang bewahrt werden. Das Datum markierte den Beginn eines neuen Bewusstseins für den historischen und künstlerischen Wert von Industriearchitektur.

Gleichwohl ist die Arbeit der Bechers nicht von einer dokumentarischen Perspektive allein bestimmt. Ihre Bilder eröffnen zugleich einen ästhetischen Horizont, der das Sichtbare verwandelt. Das Zweckmäßige der Dinge scheint ihnen eine eigene Authentizität zu verleihen, Schönheit wird zu einer Funktion des Nützlichen. Es geht in diesen Bildern auch um eine formale Pointierung: um Licht, Ausschnitt und den Standpunkt der Kamera. So gewinnt das Gespräch der Dinge miteinander ein Eigenleben, das sie fast surreal erscheinen lassen kann. In den Worten der Künstler: „Es sind im wesentlichen Bauten, bei denen Anonymität als Stilprinzip erkennbar wird. Ihre Eigentümlichkeiten sind nicht trotz, sondern wegen des Mangels an Gestaltung entstanden.“ (1970)

Gerade angesichts der besonderen Verbundenheit von Bernd und Hilla Becher mit dem Ruhrgebiet und seiner Schwerindustrie, wo sie seit Beginn ihrer Arbeit tätig waren, ist diese Ausstellung ein würdiger Beitrag zum Thema „Kunst & Kohle“.

Info + illus. courtesy Josef Albers Museum Quadrat Bottrop